Im Juni 2008 haben wir die Implementierung des Qualitätsmanagementsystems nach QEP abgeschlossen. QEP steht für Qualitätsmanagement und Entwicklung in Praxen, ist ein spezifisch auf ambulante Praxen zugeschnittenes Qualitätsmanagementsystem und wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entwickelt.
QEP unterstützt uns, nach einer Selbstbewertung auf der Grundlage eines Qualitätszielkataloges gemeinsam im Team bei der Umsetzung dieser Qualitätsziele und der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems. Es dient als Werkzeug zur Optimierung der Praxisführung und -organisation und kann so wesentlich zu einer guten Patientenversorgung beitragen.
Zusätzlich wird seit Juni 2006 in mehreren kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen und in einer Tagesklinik in Schleswig-Holstein eine gemeinsam erarbeitete anonymisierte Basisdokumentation angewandt. Ziel ist es, Datenmaterial zu haben, um praxisintern und praxisübergreifend Aussagen über unser Tätigkeitsfeld, die Versorgung und die Zufriedenheit der Patienten zu erhalten. Die Daten können praxisintern statistisch ausgewertet werden. Komplexe Statistiken und praxisübergreifende Auswertungen können in Auftrag gegeben werden.
Die Datenerfassung erfolgt in verschiedenen Zeitabschnitten:
- Grunddaten bei Anamneseerhebung
- Angaben über Diagnostik und Therapiemaßnahmen
- Befragung der Betroffenen zum Behandlungsende
Darüber hinaus ist eine Patientenbefragung nach einem Jahr geplant.
Es werden Daten aus den Bereichen Angaben zum Klientel, Diagnostik, therapeutische Maßnahmen und zum subjektiv Erlebten in Behandlungsergebnisse erfasst. Als Gemeinsamkeit mit anderen Basisdokumentationen wird zusätzlich das multiaxiale Klassifikationsschema für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter nach ICD-10 (Remschmidt et al, 2003) codiert.